Wie plane ich meinen Roadtrip?

So ein Roadtrip, der ist lustig, so ein Roadtrip, der ist schön, lada diii lada daaa lada doooo 🎶 Du planst gerade einen Roadtrip und bist auf der Suche nach atemberaubenden Orten? Du möchtest raus in die Natur, aber weißt noch nicht, wo du als Erstes hin sollst? Du hast ein Event in der Ferne und möchtest für deine Anreise und den Rückweg ein paar nette Stopps einlegen? Dann hoffen wir sehr, dass wir dich mit diesem Blogpost unterstützen können. Wir zeigen dir unsere Tipps und Tricks, um selbst den verborgensten Orten auf die Spur zu kommen und wie dein Roadtrip zu einem vollen Erfolg wird. OK let’s go! 🙂

Passend zum Thema Roadtrip und Reisen haben wir unsere Landschaftskarten ausgebreitet. Die Kamera darf dabei natürlich nicht fehlen.

Wo soll es denn hingehen?

Zu aller Anfang solltest du dich fragen, wo dein Roadtrip denn hingehen soll? Oftmals hat man bereits ein Ziel vor Augen, ein Event auf dem man nicht fehlen darf oder ein Land, das man ausgiebig erkunden möchte. Das Ziel muss nicht unbedingt ein Ort auf der Karte sein, sondern es kann auch eine grobe Richtung oder eine Landesgrenze sein, an der man sich entlang hangelt. Dieses Ziel kannst du dann als Basis für deine Planung nutzen.

Lasst uns mit der Planung beginnen

Wir arbeiten uns bei unserer Planung eines Roadtrips immer gerne vom Groben bis zum Feinen vor und definieren erst die “Eckpunkte” wie Start, Ziel und evtl. feste Zwischenziele und schauen dann, was es noch auf dem Weg oder in der Nähe gibt. Dazu nutzen wir super gerne das Tool MyMaps von Google. Es funktioniert ähnlich wie Google Maps, hat aber noch ein paar mehr Features, die die Planung noch einfacher und übersichtlicher machen 😉

Mit MyMaps kannst du für jede deiner Reisen eine neue Karte erstellen und alle deine Ziele auf einer Plattform sammeln (und sogar farblich sortieren!). Auch kannst du dort deine Route vorplanen und genau sehen, wie dich das Navi schickt – mit Zeitangabe der Gesamtstrecke und der individuellen Streckenabschnitte. All deine Karten kannst du teilen und direkt in der Google Maps App auf deinem Smartphone anzeigen. Es ist wirklich super leicht und wir finden, mehr Leute sollten von dieser tollen Google-Maps Integration wissen!

Also los gehts! Erstelle dir gleich mal eine Karte für deinen nächsten Roadtrip und gib den Startpunkt und natürlich auch all deine Ziele ein. Erstelle daraus eine Route und schau dir an, an welchen Orten und Städten du vorbeikommst. Wohnt vielleicht ein Freund oder ein Bekannter auf dem Weg, den du lange nicht mehr gesehen hast? Entdeckst du ein paar Orte, die du schon immer mal besuchen und erkunden wolltest? Zoome auch gerne ein wenig auf die Strecke heran und folge so der Route bis zum Ziel. 

Wie finden wir neue Orte auf unseren Wegen?

Um weitere Orte auf deinem Weg zu entdecken haben wir ein paar Tipps, die wir hier gerne mit dir teilen möchten:

Wir sind viel auf den sozialen Medien wie Instagram, Facebook oder Pinterest unterwegs. Dort folgen wir vielen anderen Reiselustigen und verfolgen gespannt deren Abenteuer. Immer, wenn wir dort einen Ort entdecken, den wir gerne selbst sehen möchten, fügen wir ihn auf unserer Karte hinzu. Dafür haben wir eine Art “All Time Travel Goals” Karte bei MyMaps, die wir stetig erweitern. Diese nutzen wir dann immer als Referenz, wenn wir einen Roadtrip planen (das können wir nur empfehlen). Sicherlich bist du jetzt neugierig und möchtest unsere Karte gerne sehen und das kannst du auch. Du findest sie auf unserem Portfolio Eintrag über Landschafts und Reisefotografie am Ende des Eintrages. 

Aber wenn du so eine Liste noch nicht hast, ist das kein Problem. Du kannst auch einfach vor Beginn deiner Reise bei Instagram, Pinterest und co. nach neuen passenden Orten suchen. Um die Suche einzugrenzen, empfiehlt es sich vor allem lokale und ortsbedingte Hashtags wie: #visitcz #sächsischeschweiz #visitbavaria etc. zu durchstöbern.

Außer Social Media kannst du natürlich auch so das Internet nach Tipps und Reiseblogs, Insides und MustVisits durchforsten. Wir verwenden dazu gerne Schlagworte wie “Best things to do/see in …” oder “10 things to do/see in …” und versuchen dabei möglichst kleine Seiten und lokale Blogs zu finden. Dort findet man oft Tipps für Orte, die noch wenige kennen und die daher weniger touristisch sind. 

Auch ein guter alter Reiseführer kann tolle Anhaltspunkte für Reiseziele geben. Die Tipps dort sind zwar meist eher touristischer Natur, doch sind wir mal ehrlich, diese Orte sind auch nicht ohne Grund touristisch und man möchte sie ja meist trotzdem sehen 😀

Buddy-Tipp: Reiseführer gebraucht zu kaufen ist nicht nur umweltfreundlich, sondern spart auch Geld (Achte aber darauf, dass die Reiseführer auf einem aktuellen Stand sind)

All die Orte, die du bei deiner Recherche findest, kannst du dann deiner MyMaps Karte hinzufügen und so ergibt sich langsam aber sicher eine Karte voller Reisemöglichkeiten.

Buddy-Tipp: Bei MyMaps kann man den markierten Orten eine Farbe zuweisen UND eine Notiz hinzufügen. Mit den Farben unterscheiden wir z.B. Sehenswürdigkeiten von Cafés, Restaurants und unseren Übernachtungsmöglichkeiten. In der Notiz fügen wir wiederum gerne eine kleine Beschreibung des Ortes hinzu, damit wir uns, wenn wir den Ort auf dem Handy aufrufen ,auch erinnern können, was genau uns dort erwartet. (Du weißt gar nicht, wie oft man einen Namen einträgt und sich später nicht mehr erinnert, ob das eine Statue, ein Wasserfall oder vllt. doch einfach nur ein Ortsname war 😀 ). Und wenn wir den Ort über einen Blog gefunden haben und es dort eine kleine Beschreibung mit z.B. historische Fakten oder Ratschlägen gibt, was man dort machen sollte, fügen wir das auch gerne in der Notiz hinzu.

Plane deine Tagesstrecken

Kommen wir nun zum Zusammenstellen der Route. Du hast bereits fleißig nach Orten gesucht und eine Karte mit allen Punkten erstellt. Jetzt ist es Zeit, alles zu verknüpfen und die Strecke zu planen!

Dazu gehen wir gerne nach dem selben Schema vor: von grob zu fein planen. Was könnten Start und Ziel der jeweiligen Etappe sein und wo legt man Zwischenstopps ein? Wir planen unsere Tagesrouten ganz gerne danach, welche Stopps sich am besten zeitlich oder ortsbedingt kombinieren lassen. Dazu ist es hilfreich, wenn man weiß, wie lange man sich ungefähr an jedem Stopp aufhalten möchte. Allerdings sollte man sich die Tage auch nicht zu voll stopfen, da du immer mit Verzögerungen rechnen musst. Das kann ein Stau auf der Autobahn, aber auch die spontane Wanderung auf einen weiteren Hügel sein. Lieber planst du dir mehr Zeit an den einzelnen Orten ein.

Auch ist es hilfreich, sich zu überlegen WANN man an dem jeweiligen Ort sein möchte. Früh morgens und später am Abend sind viele Orte oft weniger besucht und man kann alles in Ruhe genießen. Und gerade wenn man fotografiert, lohnt es sich die schönsten Spots für die Blue Hour oder die Golden Hour einzuplanen – natürlich nur, wenn es kein zu großer Umstand ist. 

Ein entscheidender Punkt, wie groß oder lange ein Tagestrip ist, hängt auch davon ab, wie weit du pro Tag fahren möchtest. Wenn du mit dem Auto fährst und der einzige Fahrer bist, kann es schnell anstrengend werden und du freust dich um so mehr, wenn die täglichen Strecken nicht allzu weit sind oder du oft einen Stopp bzw. eine Pause einplanst. Vielleicht fahrt ihr aber auch zu zweit oder zu dritt und könnt euch immer wieder abwechseln. Dann könntet ihr auf eurem Roadtrip theoretisch auch mal eine Nacht durch fahren.

Die Tagesstrecken und Routen hängen allerdings auch davon ab, wie viel Zeit du generell für deinen Roadtrip hast. Auch hier können wir dir raten, lieber ein zwei Stopps auszulassen und zu einem anderen Zeitpunkt wiederzukommen, als sich den Tag zu sehr voll zu planen. Es ist schließlich auch dein Urlaub und du sollst Spaß haben und dich erholen 😉

Wo verbringst du die Nächte?

Deine Orte sind gesammelt, deine Ziele gesteckt, die Route ist geplant, doch eine Sache fehlt noch, bevor du losfährst! Die Übernachtungen!

Wenn du in einem Camper Van durch die Landschaft ziehst, hast du deine Unterkunft immer bei dir und kannst ganz spontan Rasten und Nächtigen. Jedoch musst du bedenken, dass das Wildcampen in vielen Ländern eine Grauzone oder gar ganz verboten ist. Demnach solltest du neben den Spritkosten auch die Stehplatzgebühren auf Campingplätzen mit einkalkulieren. Auch im Auto besteht auch die Möglichkeit zu schlafen oder mit einem Zelt zu campen, jedoch musst du zum Zelten auf einen Campingplatz und die Sitze des Autos sind auch nicht die gemütlichsten.

Schau dir noch ein mal deine Route an und überlege, an welchen Punkten du eine Übernachtung benötigst. Die Möglichkeit ein Hotel zu buchen ist so gut wie immer gegeben, jedoch gibt es auch die schöne Alternative von AirBnB, bei der du wie ein Einheimischer nächtigst und du spart dabei meist sogar Geld. Unbedingt solltest du dich aber umschauen, ob du Bekannte, Verwandte oder Freunde entlang deiner Route kennst. So habt ihr die Chance euch wieder zu sehen oder gar neu kennenzulernen und du bekommt Insidertipps für die Gegend 😉

Wichtiges für deinen Roadtrip

Einen wichtigen Rat möchten wir dir noch auf den Weg geben: Wenn du in ein fremdes Land reist, dann informiere dich vorab über das Land, z.B. über das Auswärtige Amt. Dort bekommst du Informationen über Warnungen und Sicherheitshinweise für deine Reise (allerdings klingt es manchmal etwas drastisch, was dort steht, also lass dich davon auch nicht abschrecken^^). Und du kannst dich informieren, was du für die Einreise benötigst und was erlaubt und was verboten ist. 

Auch solltest du dich immer über die Währung der Länder informieren, in die du reisen wirst. Damit du nicht aus Versehen völlig überrascht ohne Bargeld dastehst und dir nichts zu Essen kaufen kannst oder gar den Eintritt zu einer Sehenswürdigkeit nicht zahlen kannst, zu der du extra gereist bist. Das wäre nämlich sehr schade!

Buddy-Tipp: Wenn in einem Land eine andere Sprache gesprochen wird, lernen wir immer gerne einige Worte wie “Guten Tag”, “Bitte” und “Dankeschön” oder notieren sie zumindest im Handy. Viele Einheimische freuen sich über diese Bemühung und helfen einem dann sogar noch lieber aus 🙂

Wann möchtest du reisen?

Zu beachten ist auch die Jahreszeit, in der du reist. Generell sind im Sommer mehr Leute unterwegs, als im Frühling oder Herbst. Schulferien sind zwar bundeslandabhängig und von Ort zu Ort etwas unterschiedlich, jedoch sollte man versuchen, sie weitestgehend zu vermeiden. Das Reisen in der Off-Season ist viel entspannter und auch finanziell günstiger. Es gibt vergleichsweise weniger andere Touristen an den Orten und auch die Straßen sind nicht so überfüllt. Wenn man also den Luxus genießt, außerhalb der Hauptsaison reisen zu können, sollte man das, unserer Meinung nach, definitiv nutzen.

Unsere persönliche Lieblingszeit zum Reisen ist der Herbst. Wenn sich viele andere mit einer Tasse Tee unter eine kuschelig warme Decke verkriecht und zum ersten Mal im Jahr den Kamin einheizen, schlendern wir durch die farbenfrohe Natur und fotografieren uns die Finger wund. In dieser Jahreszeit sind die Tage viel kürzer, weshalb wir den Sonnenaufgang und -untergang fast täglich mitbekommen und kaum in der harten Mittagssonne verharren.

Budget

Über eine Sache haben wir in diesem Post noch nicht gesprochen, finden es aber durchaus wichtig: das Reisebudget.

Sich über Geld Gedanken zu machen ist immer sinnvoll und für manche von uns entscheidet es auch über die Art und Dauer des Urlaubs. So kann man zum Beispiel bei der groben Routenplanung direkt kalkulieren, wie viel man für Sprit ausgeben wird oder wie viele Übernachtungen man einplanen kann. Bei einem Roadtrip bist du in der Gestaltung deiner Tage völlig frei und daher eignen sich Roadtrips besonders, um budgetfreundlich Urlaub zu machen.

Um günstige Tagesziele zu finden, suchen wir oft nach Schlagworten wie “free things to see/ do in…” oder “… on a Budget”. So finden wir kostenlose Sehenswürdigkeiten, Städtetouren oder günstige Cafés und Restaurants. Demnächst werden wir aber auch noch einen separaten Blogpost zum Thema “Reisen on a Budget” machen, bei dem wir all unsere Tipps und Tricks mit dir teilen 😉

Einen Tipp verraten wir dir aber noch im Voraus: wenn du deine Spritkosten minimieren möchtest bzw. dir etwas dazu verdienen willst, dann suche doch Mitfahrer, z.B. über BlaBla Car. So kannst du nicht nur neue Leute kennenlernen, sondern auch deinen Geldbeutel für die Reise aufbessern UND bist obendrein noch etwas umweltfreundlicher gereist.

Es ist vollbracht

Hoffentlich konnten wir dir mit diesem Beitrag die Planung deines Roadtrips vereinfachen und haben die Reiselust in dir neu entfacht. Wir freuen uns immer sehr eine neue Reise anzutreten und sind schon gespannt, wo es als Nächstes hingeht. Auch freuen wir uns, wenn du uns dein Feedback zu diesem Blogpost auf Instagram zukommen lässt @buddymedia und uns in deinen Urlaubsfotos mit dem Hashtag #buddyontheroad verlinkst 🙂 

Wir wünschen dir sonnige Grüße und eine schöne Reise!

Dein Buddy Media Team,
Hanna & Dorian