Selbstständig Arbeiten: Mach’s doch einfach mal selber!

Wie ich gelernt habe meine Aufgaben selbst in die Hand zu nehmen

Hallo ihr Lieben, Dorian hier. Dieser Beitrag liegt mir besonders am Herzen, da ich eine Erkenntnis mit dir teilen möchte, die ich vor kurzem gemacht habe und die mir persönlich extrem geholfen hat. Oft ertappe ich mich dabei, wie ich mich eher treiben lasse, die Führung anderen abgebe und vereinzelt Aufgaben an andere übertrage – mit der Begründung “kann ich nicht, mach du!”. Ich möchte dich auf meinem Weg begleiten, wie ich gelernt habe meinen Schweinehund jedes Mal aufs Neue überwinden und meine eigenen Pläne, Aufgaben und Verpflichtungen selbstständig in die Hand nehme und selbst meistere.

“Kann ich nicht?” oder “will ich nicht?”

Eigentlich habe ich zu vielen Themen eine eigene Meinung und kann mich für noch mehr Themen interessieren und begeistern. Sobald ich an etwas Gefallen finde, kann man mich nur schwer bremsen, da ich voll und ganz mit meinen Gedanken darin vertieft bin. Sobald ich jedoch auf eine Hürde treffe, weil ich etwas “nicht kann”, ist für mich recht schnell Schluss und ich versuche diese Aufgabe jemand anderen aufzutragen. Leider stelle ich mir viel zu selten die Frage: Kann ich das wirklich nicht selber oder habe ich schlichtweg keine Lust das selber zu machen?

Wenn ich mein Leben mit dieser Frage im Kopf reflektiere, stelle ich leider fest, dass ich viele Sachen erst gar nicht versucht habe, weil irgendwas in mir sich dagegen gesträubt hat und jeden nur erdenklichen Ausweg gesucht hat. Trotz dessen, dass ich gerne vieles ausprobieren möchte und mich für die unterschiedlichsten Sachen interessieren kann, kommt recht oft mein eigener Schweinehund dazwischen und ich habe Probleme, ein Projekt selbstständig und ohne Hilfe anderer zu vollenden.

“Einfach mal machen, wird schon irgendwie geil!”

Diese Worte habe ich überwiegend von meinem ehemaligen Ur-Berliner und Dozenten Gabor gehört. Anfangs habe nur schmunzelnd weggehört und den eigentlichen Sinn dahinter nicht gesehen. Mittlerweile stelle ich mir nicht nur die große Frage, sondern versuche mich mit diesen Worten zu motivieren auch die unangenehmen Dinge im Leben auszuprobieren und meinen Schweinehund zu überwinden.

Sobald ich an dem Punkt angekommen bin, an dem ich typischerweise aufgeben würde und die Aufgabe jemand anderem unterjubeln möchte, frage ich mich: “Kann ich das wirklich nicht machen und kann ich das eventuell lernen?” Wenn ich mich dabei ertappe, wie ich mir ausmale, wie anstrengend diese Aufgabe doch nur sei und was ich stattdessen viel lieber machen möchte, stelle ich mir meinen Dozenten vor und sage zu mir selbst: “Nicht lang schnacken, einfach machen, wird schon geil!” und lege los.

Die Erfolgserlebnisse

Ein ebenso guter Schritt ist der, sich die Erfolgserlebnisse in den Kopf zu rufen und sich an all die Resultate zu erinnern, bei denen man sich letztendlich dazu entschieden hat, seine Aufgabe selbstständig zu erledigen. Natürlich ist aller Anfang, insbesondere bei den Aufgaben, die man nicht machen mag, schwer, doch das Resultat kann sich doch meist sehen lassen.

Mein aktuellstes Erfolgserlebnis liest du hier gerade. 🙂 Ursprünglich dachte ich von mir selbst, dass ich nicht schreiben kann, sicher nichts Sinnvolles dabei rauskommt, ich nur Fehler mache und mir nicht einfällt, was ich schreiben kann. Das liegt überwiegend daran, dass ich eines der Millennialopfer der digitalen Medien bin und längere Texte, geschweige denn Bücher nicht selbstständig lese, sondern lieber in Videoform konsumiere. Den Schweinehund des Lesens habe ich zwar noch nicht vollständig überwinden können, doch an das Schreiben konnte ich mich heranwagen. Und siehe da, es ist gar nicht so schrecklich, wie ursprünglich gedacht. Im Gegenteil, es macht mir sogar Spaß! So viel sogar, dass ich in nur einer Woche ganze fünf Blog Einträge geschrieben habe! Fünf! Hätte man mir das noch vor einem Monat erzählt, hätte ich wahrscheinlich laut gelacht. Pretty cool, ay?

Was lernen wir daraus?

Natürlich sind nicht alle Beispiele so ein Erfolgserlebnis wie meine neue Schriftstellerkarriere (Joke), aber wie das alte Sprichwort so schön besagt “wer nicht wagt, der nicht gewinnt”. Vermutlich entdeckst du nicht hinter jeder Hürde, die du dich endlich zu überwinden traust, gleich ein neues Hobby, aber es lohnt sich trotzdem es zu versuchen. Solltest du wirklich einmal an einer Aufgabe scheitern, weil dir die nötigen Mittel oder Skills fehlen, sie selbstständig zu erledigen, kannst du immer noch um Hilfe bitten. Es geht auch gar nicht darum, all seine Aufgaben alleine zu bewältigen und nie etwas an andere abzugeben. Viel mehr geht es darum, Verantwortung für seine Aufgaben zu übernehmen und nicht einfach so etwas an andere abzugeben, weil es einem schwierig vorkommt oder man keine Lust hat. Und genau diese Erkenntnis konnte ich in den letzten Wochen gewinnen.

Zwar stehe ich selbst noch ganz am Anfang mit dieser neuen Denkweise, jedoch muss ich zugeben, dass es sich bis jetzt ziemlich gut anfühlt, meine Herausforderungen anzugehen und in den meisten Fällen auch zu überwinden. Ich kann dich also nur ermutigen, es auch einmal zu versuchen.

Ansonsten hoffe ich, dass dir dieser Beitrag und meine Geschichte gefallen hat und du dich evtl. etwas weniger alleine fühlst, wenn du diese Situation auch kennst. Bestimmt kennst du auch noch ein paar andere, denen es genau so geht, drum schick ihnen doch mal den Link zu diesem Beitrag. Denn das hilft nicht nur deinen Kollegen, sondern auch mir 😋 Und wenn du noch mehr über mich persönlich wissen magst, oder die ein oder andere life lesson von mir hören möchtest, schau doch gerne auch auf meinem Instagram Kanal vorbei. Und nicht vergessen: “Nicht lang schnacken, einfach machen, wird schon geil!”

Liebe Grüße aus Berlin,
dein Buddy, Dorian.