Namensfindung: 10 Schritte zum perfekten Firmennamen

Unsere Tipps und Tricks für die Namensfindung

Den richtigen Namen für sein Projekt, Produkt oder gar Unternehmen zu finden, kann manchmal eine sehr kniffelige Sache sein. Schließlich möchte man, dass der Name sich richtig anfühlt, leicht zu merken ist, sich aber auch von der Konkurrenz abhebt. Und dann gibt es in vielen Fällen noch das Kriterium der rechtlichen Nutzbarkeit und auch die Social Media-Handels und der Domainname sollen noch frei sein. damit kann man sich schnell etwas überfordert fühlen. Doch damit bist du nicht alleine!

Wir haben für dich unsere gesammelte Erfahrung zusammengetragen und durch ein paar Ideen von anderen Blogs und Foren zu einer insgesamt 10-schrittigen Anleitung zusammengefasst, die durch den gesamten Prozess der Namensfindung führt. Wir zeigen dir unsere Tipps und Tricks zur Wortfindung, teilen hilfreiche Links und erklären dir, wie du deinen Namensfavoriten auf seine Eignung als Firmenname prüfen kannst. Also los geht’s!

1. Allgemeines Brainstorming / Mindmapping

Das Brainstorming kann jeweils einzeln oder im Team erfolgen. Dabei schreibt man auf einem Blatt Papier alle möglichen Begriffe nieder, die man mit dem Unternehmen in Verbindung bringt. Das kann auch im weit entfernen Sinne sein und keine Idee ist hier zu vernachlässigen – denn noch der absurdeste Vorschlag kann einem am Ende auf die entscheidende Idee bringen.

Alternativ kann man beim Brainstorming statt einer Liste auch Mindmaps erstellen. Wenn mehrere Leute am Brainstorming beteiligt sind, empfehlen wir gemeinsam an einer Mindmap z.B. an einem Whiteboard zu arbeiten. So fällt es einem anschließend leichter, alle Begriffe zusammenzutragen und ihr könnt euch währenddessen von den Ideen der anderen inspirieren lassen. 

Buddy-Tipp: Begrenzt euch beim Brainstorming nicht nur auf eure eigene Sprache! Besonders, wenn euer Unternehmen international bekannt werden soll, lohnt es sich z.B. auch englische Begriffe mit aufzuschreiben. Aber mehr dazu in Schritt 5 😉

2. Kategorisieren und Ordnen

Die gesammelten Begriffe aus Schritt 1 werden nun kategorisiert und geordnet. Habt ihr im ersten Schritt als Team gearbeitet, solltet ihr erst alle Begriffe zu einer großen Liste zusammentragen. Dabei können Wörter, die von vielen genannt wurden bereits markiert werden. Die markierten Wörter und die Überbegriffe der Kategorien bilden dann wiederum Begriffe, zu denen ihr erneut brainstormen oder auch Mindmaps erstellen könnt.

 

3. Positiv denken

Eine weitere Strategie, um neue passende Wörter zu finden haben wir in einem Artikel von t3n zum Thema Naming gefunden. Und zwar geht es dabei darum, positive Wörter zu finden, egal, ob sie mit dem Unternehmen etwas zu tun haben oder nicht. Das mag auf den ersten Blick etwas seltsam wirken, aber diese Wörter können später ggf. mit anderen, zum Unternehmen passenden, Begriffen zu etwas neuem, einzigartigen kombiniert werden.

Wie in Schritt 1 und 2 werden alle gefundenen Wörter wieder notiert (entweder als Liste oder als Mindmap). 

4. Neue Wörter finden

Wie du vielleicht schon bemerkt hast, geht es am Anfang vor allem darum, einen möglichst großen Pool aus Wörtern finden, die für die Namensfindung relevant sind. Wenn du und dein Team eure Ideen ausgeschöpft habt, haben wir hier einige weitere Ideen, wie und wo ihr neue Wörter finden könnt. Ihr könnt z.B.:

  • Freunde, Familie und Bekannte befragen (ohne ihnen die bisherige Wortliste zu zeigen)
  • neue Wörter mithilfe eines Wortgenerators finden (z.B. bei wort-generator.de)
  • Synonyme für bereits gefundene Wörter finden (z.B. bei synonyme.woxikon.de oder OpenThesaurus.de)

Ggf. könnt ihr hier wieder Mindmaps erstellen, um die Begriffe kategorisiert zu sammeln.

5. Sprachbarrieren überwinden

Begrenzt euch beim Brainstorming nicht nur auf eure eigene Sprache! Wenn euer Unternehmen international bekannt werden soll, lohnt es sich z.B. englische Begriffe mit aufzuschreiben bzw. Begriffe ins Englische zu übersetzen. Aber auch lateinische und alt-griechische Worte und Wortabstammungen eignen sich gut. Denkt dabei auch an eure Zielgruppe, eure Produkte oder die Historie des Unternehmens. Gibt es Sprachen, die man mit euch und dem Unternehmen in Verbindung bringt oder die etwas mit euch zu tun haben? Dann nutzt das und sucht auch Wörter aus diesen Sprachen. Als Übersetzungstool nutzen wir z.B. gerne Leo.org, Dict.cc, Langenscheidt.com oder Pons.com. Doch selbst, wenn das nicht der Fall ist, könnt ihr andere Sprachen mit einbeziehen. Werdet einfach etwas kreativ 😉

Wusstest du z.B., dass der Name Wikipedia sich aus dem hawaiischen Wort “Wiki” für “schnell” und dem englischen Wort „Encyclopedia“ für “Enzyklopädie” zusammensetzt?

6. Wortkombinationen finden

Mittlerweile solltest du bzw. ihr bereits eine lange Liste an Begriffen zusammengetragen haben. Aus allen gesammelten Wörtern auf der Liste kannst du nun Kombinationen bilden, um Namenspaare zu erhalten. Dabei sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt! Auch kannst du Wörter verschmelzen, um neue und ganz einzigartige Begriffe zu bilden. Manchmal fallen einem dabei wirklich tolle Kombinationen ein 😉

Buddy-Tipp: Auch wenn eine geeignete Namenskombination oder Verschmelzung es am Ende nicht als Unternehmensname schafft, solltest du sie nicht gleich verwerfen. Du kannst sie z.B. für die Beschreibung auf der Webseite oder den Claim verwenden. 

7. Erste Favoriten finden

Nun ist es Zeit, die Liste auf die besten Kandidaten herunter zu kürzen. Arbeitet ihr im Team, könnt ihr z.B. abstimmen. 

Buddy-Tipp: Wir empfehlen einige Tage Abstand zwischen der letzten Sitzung und dieser zu lassen, um den Kopf noch einmal frei zu bekommen und etwas neutraler an die Sache heranzugehen.

8. Ungeeignete Namen ausschließen

Die Favoritenliste sollte nun auf mögliche Problematik untersucht werden und weniger geeignete Begriffe werden so ausgeschlossen. Dieser Prozess kann manchmal etwas schmerzhaft sein, aber es lohnt sich in jeden Fall! Folgende Kriterien kann es für ungeeignete Namen geben:

  • zu viel Ähnlichkeit mit der Konkurrenz
  • zu viel Ähnlichkeit mit einem anderen bekannten Unternehmen / es besteht Verwechslungsgefahr
  • passt nicht zur eignen Marke / zu wenig Bezug zum Unternehmen
  • der Name klingt zu erzwungen, uninspiriert oder langweilig
  • der Name ist unverständlich oder doppeldeutig 
  • zu schwierige Aussprache oder Schreibweise

9. Anwendbarkeit überprüfen

Die überbleibenden Favoriten oder auch schon DER Favorit, sollten spätestens jetzt darauf geprüft werden, ob sie auch wirklich nutzbar sind. Ist der ausgewählte Name überhaupt noch verfügbar?

All das sind Kriterien, die einen Namen zum Ausscheiden bringen können. Allerdings sollte man sich hier aus bewusste sein, dass es seltene einen “perfekten Namen” gibt und sich Prioritäten setzten. Es muss z.B. nicht immer eine .de oder .com Domain geben oder der Name kann schon anderweitig vergeben sein (solange er nicht geschützt ist). Durch SEO (search engine optimization bzw. Suchmaschinenoptimierung) kann man trotzdem ein Erfolg bei Google und anderen Suchmaschinen erzielen. Auch Social Media Accounts können durch Ergänzungen im Namen noch erworben werden, wenn der erste Wunsch nicht mehr verfügbar ist.

10. Feedback einholen

Durch das Feedback von Nutzern und anderen kann final überprüft werden, ob der Name als Unternehmensname geeignet ist. Falls ein Name doch nicht so geeignet war, wie anfangs vermutet, kann man jederzeit einen Schritt oder ein paar Schritte zurückgehen, neue Kombinationen suchen oder neue Wörter mit in die Liste aufnehmen.

Tadaaaa, hier ist dein neuer Unternehmensname!

Nun ist es Zeit, den Gewinner zu küren und sich über seinen neuen Unternehmensnamen zu freuen. Der Weg hierhin war vielleicht lange und mühsam (vielleicht auch nicht, dann Glückwunsch zum super Einfall!) aber es hat sich gelohnt. Du kannst nun dein Unternehmen, deine Domain und alles weitere anmelden und damit beginnen, Werbung für dich zu machen. 

An dieser Stelle möchten wir noch einmal betonen, dass die Namensfindung ein individueller Prozess ist und keiner dieser Schritte in Stein gemeißelt ist. Suche dir gerne die passenden Tipps für dich heraus und nimm dir so viel Zeit wie nötig. Aber mache dich auch nicht verrückt! Wie bereits erwähnt, gibt es eigentlich keinen “perfekten Namen” und man muss einfach Prioritäten setzen und abwägen. Unseren Namen teilen wir z.B. mit einem (zwar bereits aufgekauften) Unternehmen für ein Marketing Tool, doch für uns erfüllte er alle anderen Kriterien, weshalb wir uns trotzdem dafür entschieden haben 🙂

Wir hoffen sehr, dass dir dieser Eintrag geholfen hat und du einen passenden Namen gefunden hast. Wenn du noch weitere Tipps für die Namensfindung hast, kannst du uns diese gerne bei Instagram oder Twitter mitteilen. Wir freuen uns immer sehr, von dir zu hören.

Bis dahin ganz viel Erfolg mit deinen Projekten und liebe Grüße,
dein Buddy-Media Team